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Der Knee-to-Wall Test

Das Sprunggelenk, der heimliche Star in der kinematischen Bewegungskette, wird von vielen Sportlern sehr oft vernachlässigt. Wir helfen Dir, den Ist-Zustand Deines Sprungelenk zu checken  – in nur wenigen Schritten mit dem Knee-to-Wall Test! Der Knee-to-Wall Test dient zur verlässlichen Überprüfung der Beweglichkeit des Sprunggelenks.

VORBEREITUNG

Der Test erfolgt ohne Schuhe.

DURCHFÜHRUNG

In einer Schrittstellung hat der vordere Fuß des Athleten einen Abstand von 10 Zentimetern zu einer Wand (ohne Sockelleiste) oder einem Torpfosten. Die Wand darf mit zwei Fingern jeder Hand berührt werden. Das vordere Knie wird gebeugt und in einer geraden Linie zum großen Zeh nach vorne geführt, bis es die Wand berührt. Die Ferse bleibt dabei fest auf dem Boden. Dieser Test wird auf beiden Seiten durchgeführt.

Die Bewegungsausführung für jeden Test sollte in der Regel nur einmal durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt, dass jede Bewegung, die nicht bei der ersten Ausführung als uneingeschränkt durchführbar erkannt wird, mit einem positiven Befund bewertet wird. Sollte sich der Tester allerdings nicht sicher sein, ob die Ausführung richtig war, kann der Athlet die Bewegung ein zweites oder drittes Mal durchführen

MATERIAL

• Maßband, Tape
• Wand, Torpfosten

ZEITAUFWAND

• ca. 30 Sekunden

Auswertung

Beweglichkeit
eingeschränkt   < 10 cm 
Normal        10-12 cm 
erhöht     > 12 cm

Auswertung

Wird eine eingeschränkte Beweglichkeit vom Testleiter festgestellt, sollte die Ursache durch einen Arzt oder Therapeuten abgeklärt und Maßnahmen zur Verbesserung der Beweglichkeit eingeleitet werden. Eine geringere Beweglichkeit im Sprunggelenk zieht kleinere Gelenkwinkel (Bewegungsamplitude) nach sich und führt zu einer geringeren Kraft- und Energieentfaltung. Was beim 2. Punkt innerhalb der kinetischen Kette verloren geht, kann nach oben bis zur Hüfte nicht mehr aufgeholt werden!

Ein weitere Folge einer nachweislichen Unbeweglichkeit im Sprunggelenk ist die höhere Verletzungsanfälligkeit. Das leuchtet schnell ein: Denn so unelastischer die Bänder sind, um so weniger gut können Sie auf extreme Abweichungen im Gelenk reagieren. Die Folgen sind Bänderisse im Sprunggelenk und Fehlbelastungen in den umliegenden Strukturen.

Autor: Marcus Urban

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Deine perfekte Laufjacke für die kalte Jahreszeit

Die kalte Jahreszeit klopft an die Tür und das bedeutet, die äußeren Bedingungen verändern sich. Lange lag sie im Schrank, jetzt kramen wir sie wieder hervor…die Laufjacke.

Foto: Laufszene Sachsen

Wer noch keine sein Eigen nennen kann, oder eine Alternative sucht, wird schnell feststellen, dass die Möglichkeiten an verschiedenen Modellen schnell Kopfschmerzen bereiten kann. Worauf ist also zu achten? Welche Vor- oder Nachteile haben die verschiedenen Materialien? Tasten wir uns also langsam vor:

Dünne Laufjacken ab 50 Euro

Da hätten wir die ganz normalen dünnen Laufjacken, ohne wetterfeste Membran, ohne „Schnick-Schnack“. Diese sind in der Regel sehr atmungsaktiv, bieten jedoch keinerlei Wetterschutz. Ergo durchdringen Wind und Nässe nach relativ kurzer Zeit das Material. Diese Jacken sind für die trockenen Tage im Spätsommer und Herbst hervorragende Begleiter. Preislich starten wir auf einem sehr angenehmen Niveau, bereits ab etwa 50€ wird man fündig.

Dünn und winddicht – zwischen 70-100 Euro

Dann folgen die, meist sehr dünnen, winddichten Jacken. Hier wird der Wind durch eine Membran abgehalten, Wasser findet jedoch nach gewisser Zeit den Weg ins Jackeninnere. Ich laufe mit diesen Jacken, mit entsprechender Unterschicht, den ganzen Winter hindurch. Ein kleiner Schauer ist kein Problem, sollte es richtig schütten muss etwas anderes her. Die Hersteller verwenden teilweise Membrane anderer Hersteller („z.B. Windstopper), aber auch eigene Entwicklungen. Hier dürft ihr mit etwa 70-100€ rechnen, je nach Hersteller.

Softshelljacken liegen zwischen 60 und 180 Euro

Jetzt kommen wir zu den Softshelljacken, diese gibt es mit verschiedenen Fütterungsvarianten. Vorteil einer Softshelljacke ist ihre Winddichtigkeit, kombiniert mit einer (je nach Hersteller) guten wasserabweisenden Wirkung. Gleichzeitig ist eine Softshelljacke deutlich wärmer als die beiden Varianten zuvor. Auch eine dünne Softshelljacke reicht, um bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unterwegs zu sein. Wasser dringt irgendwann über die Nähte ein, da hier keine Verklebung stattfindet.

Wer schnell und viel schwitzt wird erst bei Temperaturen unterhalb von 0°C, zu einem solchen Modell greifen. Die Damen trifft man teilweise schon im Herbst mit dünnen Softshelljacken an. Weiterer Pluspunkt: diese Jacken können auch für alternative Sportarten wie Radfahren, Skilanglauf, o.Ä. gezogen werden.  Ich persönlich laufe nicht mit Softshell, bin aber beim Skilanglauf gerne damit unterwegs. Hier werden die Preisspannen noch grösser, plant zwischen 60 und 180€ ein.

Technische Laufjacken von 100 bis 250 Euro

Den Abschluss stellen die „technischen Jacken“ dar. Hier geht es hauptsächlich um die Funktion. Es handelt sich um „Laminatjacken“ mit sehr guter Atmungsaktivität, sowie wind- und wasserdichter Membran. Damit bist du auch bei strömendem Regen entspannt und trocken unterwegs. Für eine solche Jacke spricht der Einsatz in allen Temperaturbereichen, sowie das kleine Packmass. Hier müsst ihr mit 100-250€ schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

Wichtig ist zu wissen, wie euer Körper funktioniert, wann und wie ihr die Jacke einsetzen wollt und was ihr investieren möchtet. Wenn ihr das beachtet, findet ihr euch super durch die Vielzahl an Modellen und könnt bald wieder an die frische Luft!

Als Abschluss noch der Hinweis, jede Jacke kann nur so gut arbeiten, wie die Schicht darunter. Verwendet bitte funktionelle Textilien, am besten ohne Baumwollanteil, denn Baumwolle speichert die Feuchtigkeit und die Jacke hat keine Möglichkeit besagte abzutransportieren. Passt dabei auf, dass die Jacke nicht zu luftig sitzt.

Autor: Matti Meisel

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Welches Laufshirt im Herbst? „Nichts ist schlimmer, als eine Lage loswerden zu müssen“

Und täglich grüßt das Murmeltier! Meine Freundin und ich haben viele Gemeinsamkeiten, das Temperaturempfinden gehört definitiv nicht dazu: Während ich noch in kurzer Hose auf der Couch liege, sucht sie bereits nach der Fleece-Decke und den Mikrowellen-Hausschuhen.

Das Argument der Kälte

Ganz ähnlich stellt sich die Situation bei der Auswahl des richtigen Laufshirts dar. Auch in meiner Zeit im aktiven Verkauf wurde gerne das Argument der Kälte in den Raum geworfen. Gerade Sportanfänger waren sich der Thermoregulation ihres Körpers bei Bewegung nicht bewusst.

Wo sich Glühlampen und Läufer sehr ähnlich sind

Was viele nicht wissen, unser Körper ist bei der Energieumwandlung fast so uneffektiv wie eine Glühlampe. Der Nutzeffekt der Muskeltätigkeit des Menschen beträgt im günstigsten Fall 30 Prozent. Bedeutet im Umkehrschluss, dass mindestens 70 Prozent der transformierten Energie in Wärme und höchstens 30 Prozent in mechanischer Energie umgewandelt werden. Die meisten meiner Kunden waren nach dieser Rechnung augenscheinlich beruhigt.

Foto: https://unsplash.com/photos/IQBp2Dy9TJQ

„Nichts ist schlimmer, als eine Lage loswerden zu müssen.“

Im Endeffekt ist es ganz simpel: Wenn du dich draußen sportlich betätigen willst, kann dir anfangs, ruhig etwas kalt sein. Der Körper wird durch die Bewegung ganz von selbst warm. Da jeder eine unterschiedliche Wahrnehmung von Kälte hat, gibt es keine Patentlösung. Du solltest etwas rumprobieren, bis du das entsprechende Gefühl hast. Eins steht fest: „Nichts ist schlimmer, als eine Lage loswerden zu müssen.“ In diesem Sinne…

Autor: Sportwissenschaftler & Sales Manager Matti Meisel